Machbarkeitsstudie Photovoltaik
Eine strukturierte Bewertung, ob ein konkreter Standort eine Photovoltaikanlage tragen kann, die technisch, wirtschaftlich und regulatorisch umsetzbar ist, mit Ressourcenanalyse, Verschattung, Netzanschluss, Finanzmodellierung und Genehmigungsprüfung in einem entscheidungsreifen Bericht.
Die Machbarkeitsstudie ist der Filter, der Interessenten von Projekten trennt. Jeder Standort kann technisch eine Solaranlage tragen, aber nicht jeder Standort rechtfertigt den Planungsaufwand eines Detail-Designs. Machbarkeit ist die strukturierte Methode zu entscheiden, welche Standorte von "Lead" zu "Projekt" aufsteigen und welche frühzeitig abgelehnt werden, bevor beide Seiten Wochen in einen Deal stecken, der sich nie gerechnet hätte.
Die Studie stapelt fünf unabhängige Prüfungen. Die Ressourcenanalyse bestätigt, dass am Standort ausreichend Einstrahlung für den Einsatz von Solar vorhanden ist (in DACH meist unkritisch, stark verschattete Dächer können scheitern). Die Standortbewertung bestätigt, dass die physische Fläche genügend Module in praktikabler Ausrichtung aufnimmt und dass Dach oder Boden strukturell und geotechnisch tragfähig sind. Die elektrische Prüfung bestätigt, dass der Netzanschlusspunkt die vorgesehene Anlagengröße ohne teure Netzausbauten aufnehmen kann. Die Finanzmodellierung bestätigt, dass das Projekt die Renditeschwelle des Kunden unter realistischen Preis- und Förderannahmen erreicht. Die regulatorische Prüfung bestätigt, dass der Standort in praktikabler Zeit genehmigungsfähig ist.
Was eine Studie entscheidet
Das Ergebnis ist kein reines Ja oder Nein, sondern eine abgestufte Aussage. "Geht" heißt, das Projekt ist im aktuellen Plan finanzierbar. "Bedingt" heißt, es funktioniert, wenn der Kunde das Budget anhebt, eine kleinere Anlage akzeptiert oder eine Tarifänderung abwartet. "Nicht geht" heißt, keine Konfiguration dieses Standorts und dieses Kunden rechnet sich. Eine gute Studie spricht "Nicht geht" früh, schriftlich und klar aus, damit keine Seite einer verlorenen Sache nachläuft.
Warum das für Solar-Installateure wichtig ist
Installateure, die die Machbarkeit überspringen und direkt in die Planung gehen, bezahlen mit stehenden Projekten, Vertragsstreitigkeiten und aufgegebenen Angeboten. Die Machbarkeitsanalyse von SolarVis führt Ressourcen-, Verschattungs- und Ertragssimulation in Minuten aus, flaggt riskante Standorte, bevor ein Ingenieur das Planungstool öffnet, damit Ihre Pipeline nur Projekte enthält, die Sie tatsächlich abschließen und bauen können.
Häufige Fragen
- Was steht in einer Solar-Machbarkeitsstudie?
- Eine vollständige Studie umfasst Solarressourcenanalyse (Einstrahlung, Verschmutzung, Temperatur), Standortbewertung (Dach- oder Flächengröße, Ausrichtung, Verschattung, Tragfähigkeit), elektrische Prüfung (Netzanschlusspunkt, verfügbare Leistung, Netzbetreiber-Regeln), Finanzmodell (Capex, Opex, Strompreise, Förderungen, Amortisation, interne Rendite) und Regulatorik (Genehmigungsweg, Denkmalschutz, BauGB, Netzanmeldung). Ergebnis ist eine Go/No-Go-Empfehlung mit quantifizierten Risiken.
- Wie unterscheidet sich eine Machbarkeitsstudie von einer Standortbegehung?
- Eine Standortbegehung ist ein physischer Besuch zur Messung, Fotodokumentation und Validierung, meist nachdem der Kunde Kaufinteresse signalisiert hat. Eine Machbarkeitsstudie ist die schreibtischbasierte Analyse davor, oft vor dem Angebot, um zu entscheiden, ob das Projekt überhaupt planungswürdig ist. Die Begehung führt zu einem ausführbaren Design, die Studie zu einer Investitionsentscheidung.
- Wer zahlt die Machbarkeitsstudie?
- Bei Privat- und Kleingewerbeprojekten trägt der Installateur die Kosten als Teil des Pre-Sale-Aufwands. Bei mittleren Gewerbe- und Freiflächenprojekten zahlt der Entwickler oder Eigentümer ein Ingenieurbüro, weil der Bericht Teil des Bankabilitätspakets ist, das Banken vor der Finanzierungszusage verlangen.