Net-Metering
Eine Abrechnungsregelung, bei der Solarbesitzer für überschüssig in das Netz eingespeisten Strom zum Endkundentarif gutgeschrieben werden und damit den zu anderen Zeiten aus dem Netz bezogenen Strom verrechnen.
Net-Metering ist eine Abrechnungsregelung, bei der Solarbesitzer ihren Eigenverbrauch mit Solarstrom decken, Überschuss ins Netz einspeisen und in Zeiten ohne Sonne wieder Strom aus dem Netz beziehen, wobei der Überschuss verrechnet wird. Typischerweise wird die Einspeisung zum Endkundentarif gutgeschrieben; der Anschlussinhaber zahlt am Monatsende nur die Nettodifferenz oder trägt sein Net-Guthaben in die nächste Periode.
In Deutschland regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) das Verhältnis von Eigenverbrauch und Einspeisung anders: ein fester Einspeisetarif bestimmt die Vergütung, und Eigenverbrauch wird nicht im klassischen Net-Metering-Modell verrechnet. In Märkten wie dem Vereinigten Königreich (Smart Export Guarantee) oder vielen US-Bundesstaaten dominiert dagegen ein Net-Metering- oder Net-Billing-Modell. Diese Unterschiede verschieben dieselbe Anlage in der Amortisationstabelle erheblich.
Warum es für den Installateur-Vertrieb wichtig ist
Wenn Net-Metering nicht in der Machbarkeit hinterlegt ist, vermittelt das Angebot eine irreführende Amortisation. solarVis hält Net-Metering-Methodik, Obergrenzen und Abrechnungsperioden pro Land vor; bei Projekteröffnung werden die richtigen Regeln automatisch angewendet. Wenn sich die Regulatorik ändert, ändern sich die Zahlen, sodass die Amortisation, die Sie dem Kunden vorlegen, stets den aktuellen regulatorischen Rahmen widerspiegelt.
Häufige Fragen
- Ist Net-Metering dasselbe wie eine Einspeisevergütung?
- Nein. Eine Einspeisevergütung zahlt einen festen Preis pro kWh für jede eingespeiste Einheit, unabhängig vom Eigenverbrauch. Net-Metering vergütet nur die Nettomenge, die nach Abzug des Eigenverbrauchs eingespeist wird.
- Wie verändert Net-Metering die Amortisation eines Angebots?
- Es bewertet Einspeisung zum Endkundentarif statt zum Großhandelspreis und verkürzt damit die Amortisation für Wohnprojekte typischerweise um zwei bis drei Jahre gegenüber Avoided-Cost-Regimen.
- Was passiert mit Überschuss-Gutschriften am Ende einer Abrechnungsperiode?
- Die Regeln variieren je Region. Manche Versorger lassen Gutschriften unbegrenzt vortragen, andere rechnen monatlich oder jährlich ab und vergüten verbleibende Gutschriften zum Großhandelspreis.