Solartarife und Vorschriften in Deutschland
Deutschland kennt kein Net-Metering. Jede eingespeiste kWh bringt die EEG-Vergütung, jede selbst verbrauchte kWh spart den vollen Arbeitspreis. Aus diesem Abstand ergibt sich die richtige Anlagengröße.
Jeder Markt, jeder Tarif, direkt integriert
Net-Metering, Net-Billing, Guthabenübertrag, Einspeisevergütung sowie stündliche und monatliche Verrechnung liegen im Tarif-Konfigurator, dazu Zeit-, Staffel- und Leistungsentgeltstrukturen. Stellen Sie Währung, Saisons, Einspeisesätze und Mehrwertsteuer ein oder bauen Sie eine ganz neue Tarifstruktur, wenn ein Markt die Regeln ändert. Vorgefertigt für die USA, Großbritannien, Deutschland, die Türkei, Südafrika, Italien, Spanien, Frankreich, Polen und die Niederlande.
- Net Metering, Net Billing und Guthabenvortrag
- Time-of-Use, Staffel, und Demand-Charge-Strukturen
- Landesspezifische Währung, Saisonalität und Exportbedingungen
EEG-Einspeisevergütung
Eine feste Vergütung je eingespeister kWh, festgelegt bei Inbetriebnahme und für 20 Jahre garantiert. Der Satz sinkt mit der Leistungsklasse und wird anteilig angewendet: Eine 30-kW-Anlage erhält den Satz der ersten 10 kW und für den Rest einen niedrigeren. Die Bundesnetzagentur senkt die Sätze etwa halbjährlich.
Eigenverbrauch ist ein Vielfaches der Einspeisung wert
Ein Arbeitspreis von rund 0,39 Euro je kWh gegenüber einer Vergütung von etwa 7,7 Cent bedeutet, dass eine selbst verbrauchte kWh rund fünfmal so viel wert ist wie eine eingespeiste. Anlagengröße, Lastprofil und Speicher folgen diesem Verhältnis, nicht der verfügbaren Dachfläche.
Solarspitzengesetz
In Kraft seit dem 25. Februar 2025. In Stunden mit negativen Börsenpreisen entfällt die Einspeisevergütung, und neue Anlagen unterliegen Smart-Meter- und Steuerbox-Pflichten. Die Mittagsspitze muss verschoben oder gespeichert statt einfach eingespeist werden.
Der EEG-2027-Entwurf liegt vor
Der Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 würde feste Einspeisevergütungen für Neuanlagen durch eine stufenweise verpflichtende Direktvermarktung ersetzen, mit einer Übergangszahlung von maximal 36 Monaten und einer geplanten Einspeisebegrenzung von 50 Prozent für kleine und mittlere Dachanlagen. 2026 dürfte das letzte Jahr sein, in dem sich eine 20-jährige Festvergütung sichern lässt.
01Gibt es in Deutschland Net-Metering?+
Nein. Bezug wird zum vollen Arbeitspreis abgerechnet, Einspeisung separat nach EEG vergütet, eine Verrechnung der beiden findet nicht statt. Jedes Modell, das sie gegeneinander aufrechnet, überschätzt die Rendite einer deutschen Dachanlage.
02Wie wird die Mehrwertsteuer bei Wohn-Solaranlagen behandelt?+
Seit Januar 2023 gilt für Kauf und Installation von Wohnanlagen bis 30 kWp ein Mehrwertsteuersatz von null Prozent. Größere Anlagen und Gewerbeprojekte folgen dem Regelsatz von 19 Prozent; solarVis wählt den Satz anhand von Gebäudetyp und Anlagengröße.
03Sind die Vergütungssätze in solarVis aktuell?+
Die Sätze werden zentral gepflegt und nach Leistungsklasse angewendet, die Bundesnetzagentur veröffentlicht jedoch etwa halbjährlich eine neue Degressionsstufe. Prüfen Sie den Satz gegen die aktuelle Veröffentlichung für das angebotene Inbetriebnahmedatum und passen Sie ihn im Projekt an, falls er sich geändert hat.
04Lassen sich Teileinspeisung und Marktprämie vergleichen?+
Ja. Sowohl die Teileinspeisung als auch die Marktprämien-Variante sind hinterlegt, einschließlich der Leistungsklassen oberhalb von 100 kW, und beide lassen sich bei Rendite, Amortisation und 20-Jahres-Ersparnis direkt nebeneinander stellen.